1. Die Spitzenkandidaten von SPD und CDU sind hauptamtliche Wahlbeamte und können deshalb ihr Mandat nicht annehmen. Der Landrat bleibt Landrat und steht nicht zur Wahl. Entscheiden Sie selbst aufgrund der Sachlage, ob dies in Ordnung ist, wenn Kandidaten angeboten werden, die letztendlich das Mandat ablehnen müssen, was schon vor der Kommunalwahl bekannt ist.
2. Auf den Listen der regierenden Parteien im Landkreis befinden sich viele Bürgermeister. Es ist hierbei die Frage zu stellen, wo die Glaubwürdigkeit bleibt, wenn das Ehrenamt immer hervorgehoben wird und dann hauptamtliche Bürgermeister die Kreisverwaltung bzw. Regierung kontrollieren sollen.
3. Die Kreistagswahl bietet Ihnen mit der AfD als Angebot an die Wähler auch die Chance, Ihrer Protesthaltung Ausdruck zu verleihen. Zum Beispiel haben viele antretende Kandidaten der Mitbewerberparteien die Erhöhungen der Grundsteuer mitzuverantworten. Bei dieser Wahl bietet sich die Chance, hier ein klares Zeichen zu setzen. Wenn heutzutage immer über die hohen Mieten geklagt wird, so darf nicht verschwiegen werden, dass die Nebenkosten, inkl. der anteiligen Grundsteuer, oftmals schon als zweite Miete bezeichnet werden. Deshalb sind all diejenigen unglaubwürdig, die zwar die hohen Mieten verurteilen aber gleichzeitig die exorbitant gestiegenen Nebenkosten außen vor lassen. Deren Höhe haben in der Regel die Infrastrukturlieferanten sowie Gemeinden mit der Grundsteuer zu verantworten.
4. Die Kreispolitik muss auch über den eigenen Tellerrand hinaussehen. Die Stadt Darmstadt macht sich für Pendler und An- bzw. Durchreisende einen schlanken Fuß. Aus unserer Sicht ist es ein Skandal, dass die Visitenkarte Darmstadt – das Einfallstor am Hauptbahnhof – für lange Jahre eine Baustelle bzw. extremes Hindernis darstellt. Egal ob von Nord nach Süd oder von Ost nach West, die Durchfahrt durch die kreisfreie Stadt Darmstadt wird zunehmend erschwert und nimmt zunehmend mehr Zeit in Anspruch. Die Volkswirte reden hier von Verkehrsstockungskosten, die die verantwortlichen Politiker in Darmstadt zu verantworten haben. Die Kreispolitiker müssen intensiver mit den zuständigen Instanzen ins Gespräch kommen sowie gleichzeitig alternative Verkehrskonzepte andenken. Es darf keine Denkverbote geben.
5. Für die AfD Darmstadt-Dieburg können wir mit der neuen Fraktion im Kreistag, so wie in der letzten Legislaturperiode auch, jederzeit versprechen, dass wir unsere Politik ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der Sachpolitik betreiben werden. Für uns ist es nicht maßgeblich, wer gute Anträge einbringt, allein der Inhalt muss stimmen. Als Beispiel für die nächste Legislaturperiode wäre die Aktion Seepferdchen des Kreises Groß-Gerau zu nennen, der mit dieser Aktion die Leistungsfähigkeit des Schwimmunterrichts in seinen Städten und Gemeinden analysiert und daraus Konsequenzen für die zukünftige Errichtung von Schwimmbädern/Badeseen ableitet.
Wir wünschen Ihnen bei Ihrer Wahlentscheidung eine glückliche Hand und sehen uns als Angebot für die Landkreisbürger, Sachpolitik zu machen und die Lebensverhältnisse zu verbessern.
Schauen Sie in unserem ausführlichen Kommunalwahlprogramm, für welche Themen die AfD-Darmstadt-Dieburg steht.
Für diejenigen, die bei ihrer Wahlentscheidung noch unentschlossen sind, empfehlen wir die Teilnahme an der von der Kreisverwaltung angebotenen VOTO-Wahlhilfe. Die an der Wahl teilnehmenden Parteien haben sich zu 27 kommunalen Thesen geäußert. Schauen Sie, mit wem Sie die beste Übereinstimmung haben:
Kommunalwahl 2026 – Landkreis Darmstadt-Dieburg (Kreistagswahl) Landkreis Darmstadt-Dieburg | VOTO
